Sie zählt zu den unbekannteren und dadurch selteneren Zimmerpflanzen: die Mistelfeige. Und doch zählt Ficus deltoidea zu den besten Anfängerpflanzen.
In diesem Beitrag erklären wir dir was bei der Pflege der Exotin zu beachten ist.
Herkunft
Die Mistelfeige stammt aus den Regenwäldern Ostasiens. Dort wächst sie auf und zwischen größeren Bäumen. Sie agiert fast schon als Lückenfüller.
Als Feige gehört sie den Moraceae an, der Familie der Maulbeergewächse.
Aussehen und Erkennungsmerkmale
Erkennbar ist die Mistelfeige an ihren Blättern und Früchten. Anders als bei den meisten Ficus-Arten sind die Blätter klein und rundlich, fast schon löffelartig. Auch ist sie eine immergrüne Zimmerpflanze.
In der Wohnung wird sie zwischen 150 cm bis 200 cm hoch. In der Natur hingegen kann sie bis zu 5 Meter groß werden.
Generell wächst sie relativ langsam. Besonders als Jungpflanze. In dieser Zeit legt sie pro Jahr ca. 15 cm zu. Im Alter wächst sie schneller.
Typisch ist ein buschiger Wuchs. Ihre dünnen Stämme und Äste sind mit einer glatten, hellbraunen Rinde bezogen. Ältere Triebe sind leicht verholzt.
Blüten
Die Blüten sind klein und unscheinbar. Sie erscheinen das ganze Jahr über in den Blattachseln der Mistelfeige. Sie sind weiß und haben keinen Duft.
Früchte
Nachdem die Blüten bestäubt wurden, bilden sich Früchte. Hier handelt es sich um kleine kugelige Beeren. Ihr Durchmesser liegt zwischen 1 cm und 2 cm.
Sind die Beeren noch jung sind sie weiß gefärbt. Während des Reifeprozesses färben sie sich gelb. Ist die Frucht dann reif hat die Beere eine schöne rote Farbe.
Nach der Reife fallen die Beeren recht schnell wieder ab. Doch keine Sorge, schon bald werden wieder neue Beeren wachsen! Dies geschieht im Frühjahr und im Herbst.
In den Beeren sind Samen der Mutterpflanze. Bei Exemplaren aus einer Zucht sind die Samen jedoch meistens nicht fruchtbar.
Die Beeren sind giftig. Daher ist besonders bei Haustieren und Kindern Vorsicht geboten!
Standort der Mistelfeige
Die Mistelfeige mag weder Schatten noch direktes Sonnenlicht. Optimal ist für sie ein Platz an einem hellen Ost- oder Westfenster.
Mit einer normalen Zimmertemperatur kommt sie in den warmen Jahreszeiten gut zurecht. Wenn du ihr etwas Gutes tun möchtest, erhöhe die Luftfeuchtigkeit leicht.
Wichtig für die Standortwahl ist auch, dass die Zimmerpflanze keine Zugluft verträgt.
- Die Mispelfeige ist eine eher klein bleibende Gummibaum-Art.
- Deutscher Name: Mispelfeige
- Botanischer Name: Ficus deltoidea (syn. Ficus diversifolia)
- Topfgröße: 17cm
- Gesamthöhe: ca. 60-80cm
Eine Mistelfeige überwintern
Im Winter sollte zwar das Gießen verringert werden, jedoch sollte man die Pflanze immer wieder mit lauwarmem, kalkfreiem Wasser besprühen. Dies hilft gegen trockene Heizungsluft.
Es sollte darauf geachtet werden, dass keine Kälte aus dem Boden in den Wurzelballen zieht. Die Temperatur sollte bei 16°C bis 20 °C liegen.
Tipp: Von Zeit zu Zeit den Staub von den Blättern entfernen. Dies gelingt mit einem feuchten Tuch oder dem Abbrausen der Pflanze.
Ficus deltoidea gießen
Gegossen sollte immer in Maßen werden. Im Sommer ist es wichtig das Substrat stets feucht zu halten. In dieser Zeit benötigt die Pflanze mehr Wasser und macht bei trockenem Substrat schnell einen schlappen Eindruck.
Im Winter sollte das Gießen dann auf einmal die Woche reduziert werden.
Mistelfeige düngen
In der Wachstumsphase von Frühling bis Herbst (genauer März bis Oktober) hast du die Möglichkeit das Wachstum mit Flüssigdünger* zu unterstützen. Dieser wird alle 10 Tage mit dem Gießwasser gemischt.
Sobald die Wachstumsphase vorbei ist, sollte das Düngen unterbrochen werden.
Substrat der Mistelfeige
Was das Substrat angeht ist Ficus deltoidea sehr einfach zu halten. Normale Blumenerde* genügt vollkommen. Wer möchte, kann mit Blähton* die Drainage verbessern.
Ficus deltoidea umtopfen
Das Umtopfen sollte zum Frühling bis Frühsommer geschehen. Junge Mistelfeigen werden jährlich umgetopft. Sollte im Laufe des Jahres der Topf komplett durchwurzelt sein empfiehlt es sich auch dann nochmal die Pflanze in einen größeren Topf zu setzen.
Ältere Exemplare werden alle zwei Jahre umgetopft.
Beim Umtopfen selbst gibt es nicht viel zu beachten. Nehme die Pflanze einfach aus ihrem aktuellen Gefäß. Kontrolliere nun ob das Substrat noch gut ist. Ist es hell oder hat eine schlechte Konsistenz empfiehlt es sich die Zimmerpflanze in frische Erde zu setzen.
Als Nächstes solltest du den Wurzelballen in Wasser tauchen. So gibst du ihm die Möglichkeit sich voll Wasser zu ziehen. Dies unterstützt die Wurzelbildung nach dem Umtopfen.
Sobald keine Luftblasen mehr aufsteigen kannst du die Pflanze in ihr neues Gefäß setzen. Das neue Gefäß sollte etwas größer als das Vorherige sein.
Fülle nun die Lücken mit Substrat auf und gieße die Pflanze an. Fertig! Du hast deine Mistelfeige erfolgreich umgetopft.
Mistelfeige schneiden
Die Mistelfeige wächst von sich aus sehr harmonisch und benötigt deshalb normalerweise keinen Schnitt. Werden dir jedoch Triebe zu lang kannst du diese einfach kürzen.
Wenn du möchtest kannst du die Mistelfeige auch zu einem kleinen Bäumchen formen.
Wann immer ein Schnitt vorgenommen wird sollte eine scharfe und saubere Klinge verwendet werden. So schützt du den Ficus vor Quetschungen beim Schnitt und verringerst die Wahrscheinlichkeiten von Infektionen.
Mistelfeige vermehren
Da bei vielen gezüchteten Exemplaren die Samen unfruchtbar sind kann die Mistelfeige nur über Stecklinge vermehrt werden. Dies gelingt leider nicht immer. Wir zeigen dir jedoch wie du deine Chancen maximierst!
Trenne zunächst 10 -15 cm lange Treibspitzen von der Pflanze ab. Stecke die Schnittstelle nun in ein Bewurzelungshormon*. Dies erleichtert die Wurzelbildung der Stecklinge und erhöht deine Anzuchtchancen deutlich!
Stecke die Stecklinge nun in ein lockeres Sand-Erde-Gemisch. Auch Anzuchterde* kann verwendet werden.
Feuchte das Substrat nun an und stülpe ein Glas oder eine durchsichtige Folie über die Stecklinge. Die Temperatur sollte von nun an konstant bei 25 °C liegen.
Tipp: Ein kleines Zimmergewächshaus oder ein Anzuchtkasten* ist für dieses Vorhaben optimal!
Nach 1-2 Monaten solltest du überprüfen, ob die Stecklinge wurzeln gebildet haben. Stecklinge ohne Wurzeln sollten nun entfernt werden. Nun kann auch das Glas oder die Folie entfernt werden.
In den kommenden Wochen werden sich die Stecklinge an die Luft und die Temperatur gewöhnen.
Nach ein paar Monaten werden die jungen Mistelfeigen dann in eigene Töpfe mit normalem Substrat umgetopft. Von der Pflege unterscheiden sie sich nun nicht mehr von der Mutterpflanze.
Krankheiten, Schädlinge und Pflegefehler der Mistelfeige
Krankheiten
Die Mistelfeige ist sehr robust was Krankheiten betrifft. Daher brauchst du dir hier keine weiteren Sorgen zu machen.
Schädlinge
Hat deine Mistelfeige gelbe Blätter mit dunklen Nerven? Dann ist dies ein erster Hinweis auf Spinnmilben.
Überprüfe, ob du netzartige, weiße Fäden in den Blattachseln deiner Zimmerpflanze findest. Falls ja solltest du deine Pflanze abbrausen und danach ein Pestizid* nutzen.
Wichtig ist immer bei einem Befall von Schädlingen die Pflanze zu isolieren, um eine Verbreitung zu unterbinden.
Verfärben sich die Blätter und haben harte, braune Stellen (besonders an der Unterseite der Blätter) handelt es sich um Schildläuse. Kontrolliere alle Blätter und entferne die Schildläuse mit einem Messer. Alternativ kannst du auch ein in Alkohol getränktes Wattepad nutzen.
Bei einem erneuten Befall sollten Blätter mit Schildläusen entfernt werden. Parallel dazu empfehlen wir ein Pestizid* zu nutzen.
Pflegefehler
Auch was die falsche Pflege betrifft, ist die Mistelfeige hart im Nehmen. Schwächelt sie doch mal zeigen wir dir was zu tun ist.
Bekommt der Ficus deltoidea gelbe und abfallende Blätter steht er meist zu dunkel oder zu feucht. In diesem Fall solltest du die Pflege anpassen und einen neuen Standort für die Pflanze finden.
Findest du braune Flecken an den Blättern, handelt es sich besonders im Sommer häufig um Brandflecken. Diese treten meist auf, wenn die Mistelfeige nach dem Besprühen in der Sonne steht.
Ihr Standort sollte zwar hell sein, jedoch darf sie nicht in der sengenden Sonne stehen.
Ich beantworte deine Fragen!
Sind die Früchte der Mistelfeige essbar?
Nein, die Früchte sind giftig.
Ist die Mistelfeige für Haustiere giftig?
Ja, die Mistelfeige ist für Haustiere giftig. Sollte dein Haustier ein Teil der Pflanze gefressen haben solltest du einen Tierarzt aufsuchen. Nimm am besten eine Probe der Pflanze mit.
Nicht verpassen!
Letzte Aktualisierung am 19.03.2023 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API